Archive for August, 2010

  • Frankenstein der Woche: Herbst-Trend 2010 – Gold, Glitzer und Barock-Look

    Date: 2010.08.31 | Category: Trends, Zu wahr um blöd zu sein | Response: 0
    By Nina

    Ach ja, manchmal fragt man sich schon, was im Kopf der Designer und des Modevolks so los ist. Da stecken wir immer noch in einer weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise und was wird in diesem Herbst Trend? Gold, Glitzer und der sogenannte barocke Versailles-Look. Juhu! Wenn ihr euch schon kein eigenes Schloss mehr leisten könnt, dann tut wenigstens so als seid ihr eine Prinzessin. Tragt Samt, Brokat und goldene Stickereien und lasst es so richtig schön funkeln.

    Nun ja, Mode soll ja auch immer Sehnsüchte wecken und Fantasien beflügeln. Das tut der Absolutismus-Look auf jeden Fall. Ihr habt kein Geld mehr? Macht nichts, tut einfach so als wärt ihr reich. Oh, die großen Könige sind ja so ein Vorbild und daher bekämpfen wir Diktaturen weltweit.

    Im Großen und Ganzen heißt das also, je ärmer wir werden um so mehr werden wir uns mit Falschgold und Imitaten behängen. Ach ja, Mode ist so etwas Schönes, wenn man denn das Geld für sie hat… Daher geht unser Frankenstein der Woche an den Barock- und Gold-Look!

  • Der Unternehmer und das Model

    Date: 2010.08.29 | Category: Allgemein | Response: 0
    By Nina

    Am Anfang war das Model und am Ende bin ich und zusammen sind wir das Alpha und das Omega. Nur schade, dass Models keine Alpha-Tiere sein dürfen, also passt das ja wieder nicht! Was sind denn dann Models? Bin ich am Anfang und sie am Ende? Ein Model kann aber niemals am Ende sein, oder doch?

    Schließlich sterben Models meist früh, zumindest die Legendären tun das und die anderen werden einfach nur alt, werden der Schönheitsindustrie zum Fraß vorgeworfen. Wie Wölfe stürzen sie sich mit ihren Messern, Scheren und Skalpellen auf die Gesichter der Legenden, die nicht das Glück hatten früher sterben zu dürfen.

    Schon blöd… Also bin lieber ich das Ende und das Model der Anfang und wir drehen das Sprichwort einfach um Omega und Alpha. Ich bin das Alpha-Tier und du das Model und zusammen sind wir besonders hirnverbrannt. Brennende Gehirne sind unsere Spezialität und die Kosten wir in den vollen Zügen der Dummheit aus. Ich gründe Unternehmen und du bist ihr Gesicht und am Ende bin ich alt und du hoffentlich früh tot, damit das mit der Legendenbildung auch klappt… Hauptsache wir sind Vorbilder, auch wenn uns keiner kennt!

  • Diktator Kim Jong Il ist eine weltweite Mode-Ikone

    Date: 2010.08.27 | Category: Zu wahr um blöd zu sein | Response: 1
    By Nina

    Ja, Leute, das ist doch mal Propaganda vom Allerfeinsten. Während bei uns etliche Heidi Klum als Bundeskanzlerin fordern und dabei auch noch ihren Look kopieren, geht Nordkorea den umgekehrten Weg und hat Diktator Kim Jong Il zur weltweiten Mode-Ikone bestimmt. Seine khakifarbenen Anzüge und die „bescheiden wirkende“ Kombination aus Reißverschluss-Jacke und passender Hose haben laut der Regierungswebsite international Eindruck hinterlassen.

    Lustigerweise gehören Beige, Blaugrau und Khaki in diesem Winter zu den Trendfarben und der Military Look, den wir besonders lieben 😉 , ist ja auch schon seit langem angesagt. Schön, wenn Diktaturen so in Mode kommen und sich alle daran orientieren.

    Noch lachen wir alle, bis dann Günther Jauch zum Bundespräsidenten und Heidi Klum zur Bundeskanzlerin werden, dann haben wir auch endlich wieder wirklich modische Vorbilder unter den Politikern. Wobei unser Herr von und zu und drauf und drum Guttenberg wurde ja auch bereits von der Zeitschrift „Bunte“ zum Styling-Vorbild erklärt.

  • Ich bin ein Star und kollektioniere so gerne

    Date: 2010.08.24 | Category: Kollektionen | Response: 0
    By Nina

    Ach ja, ihr habt bisher gedacht, Namen sind Schall und Rauch? Irrtum, Namen machen Leute und Kleider tun dies bekanntlich auch. Daher liegt für so manchen Star wohl der Zusammenhang nahe, eigene Kleidung zu entwerfen, Entschuldigung, zu „entwerfen“. Ja, schnell mal ist ein Name auf ein total modernes Kleidungsstück geklebt, dann hält man dafür noch sein Gesicht brav in die Kamera und setzt vielleicht noch auf das Etikett sein Autogramm und fertig ist der Verkaufsschlager.

    Gibt es momentan einen Star, der in den Klatschspalten präsent ist oder es gerne wäre, der keine eigene Kollektion hat. Ja, Stars kollektionieren wirklich gerne und das ist natürlich besonders schön, wenn man dafür keinen Finger rühren muss, aber am Ende das komplette Lob dafür einstreicht. ICH lege besonders viel Wert auf Liebe zum Detail. Das waren alles MEINE Ideen.

    Ach ja, Namensrechte lassen sich halt allzu gut verkaufen. Das gilt eigentlich für alle Marken: Braucht jemand einen Föhn von Ferrari? Oder wie wäre es mit einer Übernachtung im Armani-Hotel oder mit einer Dior-Kontaktlinse? Wir werden erstickt in minderwertigen Produkten, für die jemand mit einem Namen seinen selbigen hergegeben hat. Bekommt ihr noch Luft?

  • Wir uniformieren uns im Einheitsschritt

    Date: 2010.08.20 | Category: Trends | Response: 2
    By Nina

    Still gestanden, gerade aus geschaut, bloß nicht quer gestellt und nicht nachgedacht: Ein neuer Look (uni)formiert sich. Klon-Look und Military-Style haben eine Allianz gebildet und schlagen nun mit vereinten Kräften zurück. Wer heute up to date sein will, sollte sich unbedingt modisch nicht von seinem Nachbarn unterscheiden.

    Militärabzeichen und Einheitslook reichen nicht mehr aus. Wir fordern den totalen Modeeinsatz! Dabei bleibt jeder im Herzen natürlich und mit großer Sicherheit seinem Gewissen treu, jedoch sollten wir uns alle im Klaren sein, dass man nur zusammen solch eine Krise brutal äh legal äh körperastral durchschreiten kann.

    Also, Augen gerade aus und alle in den gleichen Läden eingekauft! Zack, zack! Das Modediktat ist an der Macht und umhüllt den Verstand, kleidet ihn in elegante Stoffe und bettet ihn auf weichen Designerlaken. Fühlt euch sicher und geborgen und tretet dabei nicht aus der Masse heraus, denn wer sich nicht duckt, hat verloren.

    Haltet euch ruhig weiter für freie Menschen, denn die Freiheit ist ein Gut, das man perfekt aufwiegen kann. Illusionen über Kanonen. Glaubt es oder glaubt es nicht, nicht umsonst wurde Diktator Kim Jong Il zur Modeikone erklärt. Es schreitet voran… Still gestanden, gerade aus geschaut, bloß nicht quer gestellt und nicht nachgedacht!

  • Die neue Trendfarbe im Herbst 2010: Nacktmull

    Date: 2010.08.13 | Category: Trends | Response: 3
    By Nina

    Vergesst Farbtöne wie Kamel, die momentan die Zeitschriften predigen! Die wahre Trendfarbe in diesem Herbst lautet Nacktmull! Spätestens sei Helena Hegelmanns absolutem Mega-Bestseller „Nacktmull Overkill“ sind diese Tiere, ob sie es wollen oder auch nicht, an die Öffentlichkeit geraten. Etliche Bands haben sich an ihnen orientiert, wie die Whambamblams mit ihrem unvergessenen Hit „Don’t hit the Nacktmull, Baby“.

    Bei so viel Hype um den Nacktmull war es ja auch langsam Zeit, dass die Fashion Welt ihn für sich entdeckt. Und was macht man, wenn das Tier keinen Pelz hat, den man sich umhängen kann? Man orientiert sich wenigstens an der Farbe und genau die wird uns durch den Herbst begleiten. Der Nacktmull ist normalerweise solch ein hässliches Tier, dass er sich unter die Erde verkriecht und dort ein Leben im Dunkeln führt.

    Wer sich also wie ein hässliches Entlein fühlt, hat in diesem Herbst einen trendigen Orientierungspunkt. Etliche Designer haben sich von dieser Lebensweise und der hautfarbenen Hautfarbe des Nacktmulls inspirieren lassen und überraschen uns mit den ausgefallensten Kreationen. Ob als Blazer, Top oder Rock, die blassrosa Farbe des Nacktmulls macht vor allem bei einem hellen Teint eine super Figur.

    Wer besonders trendy und authentisch sein will, setzt zusätzlich auf Nacktmull-Leder. Ach ja, die Welt hat so wunderbare Geschöpfe zu bieten!

  • Frankenstein der Woche: Der 50s Style – Wollen wir wirklich dorthin zurück?

    Date: 2010.08.10 | Category: Trends, Zu wahr um blöd zu sein | Response: 1
    By Nina

    Okay, in Zeiten der Finanzkrise sehnen sich vielleicht die meisten wieder zurück in die Zeiten des Wirtschaftswunders, aber müssen wir wirklich die 50er Jahre wieder aufleben lassen? Es reicht ja schon, dass in vielen ach so angesagten Kneipen die Tapeten und die Möbel aus dieser Zeit herumstehen. Voll retro, Mann!

    Nun kommt im Herbst also auch der passende Klamotten-Style dazu heraus. Also, genau der Stil den so mancher aus der Generation unserer Eltern als zu spießig bekämpfte. Denken wir da nur an die Rollenbilder, die diese Mode verkörpert: Die Frauen gehören an den Herd und haben dem Mann zu gehorchen. Die Politik ist konservativ und die Zwänge groß.

    Auf der anderen Seite werden heutzutage Trends einfach seelenlos übernommen. Bei der immer wieder aufkommenden Hippie-Mode hat auch niemand über Frieden und Co. nachgedacht. Daher, geht unser Frankenstein der Woche an die 50s-Look. Ach ja, sagt uns doch eure Meinung dazu, zum Beispiel in der aktuellen Umfrage!

  • Catwalk

    Date: 2010.08.06 | Category: Fashion Shows | Response: 0
    By Nina

    Wenn ich über Katzen laufe, schaut die ganze Welt auf mich. Es liegt nicht an meinem eingeübten Katzengang, sondern an dem Miauen, das jeden Schritt unter meinen Füßen begleitet. Knochen brechen, Blut spritzt und ich präsentiere die neueste Mode, manchmal aus Pelz, manchmal aus Plastik und manchmal ist der neueste Style auch von katzenhaften Menschen, die unseren Trend für uns anfertigen ohne zu wissen, was es ist.

    Wenn ich über Katzen laufe, steht die Welt Kopf und unter meinen Füße regt sich ein kleiner Kosmos und windet sich, doch ich laufe weiter, da ich sonst meinen Job verliere. Hinter der Bühne lecken wir uns dann gemeinsam die Wunden und miauen gemeinsam den Mode-Blues.

    Es ist ein Zirkus, es ist eine Bühne und das Fell an meinen Schuhen kann man schnell wieder abkratzen und in Accessoires verwandeln. Echte Accessoires, direkt vom Laufsteg, vom Catwalk, vom Katzenwalken. Die Leute werden verrückt danach sein und vielleicht auch wissen, dass ich es getragen habe und dann sagen: „Die hat das getragen“ und es dann noch mehr haben wollen.

    Wenn ich über Katzen laufe, stolziere ich durch eine Wirklichkeit, die nicht existent ist und doch für die meisten die Realität bestimmt. Wie sieht das bei dir aus?